Fragen & Antworten

Antworten auf Fragen, die uns von Patientinnen und Patienten häufig gestellt werden:

Der Begriff “Intervention” beschreibt allgemein gefasst, ein entschiedenes Einschreiten gegen einen Krankheitsprozess bzw. gegen eine Schmerzproblematik. In der schmerzmedizinischen Praxis am IISZ meint der Begriff “Intervention” einen kleinen, minimal-invasiven Eingriff (z.B. Injektion, Spritze). Alle am IISZ durchgeführten Interventionen werden gezielt, unter Röntgen- und/oder Ultraschallkontrolle gemacht. Patientinnen und Patienten werden durch Interventionen nur minimal belastet.

Während der ersten 1 - 2 Wochen einer Therapie, in der Einstellungsphase, bei einer Dosiserhöhung oder beim Wechsel auf ein neues Medikament, muss auf das Autofahren bzw. das Bedienen von Maschinen verzichtet werden. Während dieser Zeit sind Nebenwirkungen häufig, welche die Reaktionsfähigkeit einschränken.

Während einer Therapie mit Opiaten und einigen weiteren Schmerzmedikamenten, sollte Alkohol nur mit Vorsicht genossen werden. Alkohol schränkt das Reaktionsvermögen zusätzlich ein, so dass nach Alkoholgenuss auf das Autofahren verzichtet werden muss.

Nervenschmerzen werden auch als neuropathische Schmerzen bezeichnet. Sie entstehen wenn Nervenzellen selbst geschädigt werden und dann nicht mehr korrekt arbeiten. Krankhafte oder pathologische Nervensignale werden dann an das Gehirn gesandt. Betroffene Menschen spüren typischerweise einschiessende, stechende, elektrisierende oder brennende Schmerzen.

Medikamentöse Behandlung von Nervenschmerzen

Der Effekt von Cannabis auf chronische Schmerzen ist fraglich. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Cannabis wahrscheinlich nur in sehr spezifischen Fällen einen schmerzmodulierenden Nutzen hat. Es existieren Hinweise, dass Cannabis zur Kontrolle zentraler neuropathischer Schmerzen (Nervenschmerzen) helfen kann. Bis dato ist aber unklar, ob (medizinisches) Cannabis überhaupt sicher eingesetzt werden kann. Nebst den typischen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel und Appetitsteigerung, führt Cannabis bei längerfristigem Gebrauch auch zu Veränderungen der Wahrnehmung.

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